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Veranstaltungen

23.11.2018

Absolventenverabschiedung

Die Absolventen mit den besten Abschlussarbeiten aus den fünf Fachbereichen der HTW Berlin werden mit dem Absolventenpreis (5 Preise à 500 €) der Freunde und Förderer der HTW Berlin e.V. ausgezeichnet. Außerdem können auch aus den berufsbegleitenden Studiengängen am Berliner Institut für Akademische Weiterbildung Arbeiten eingereicht werden. Sollten hervorragende Bachelor- oder Master-Arbeiten darunter sein, kann die Jury einen Sonderpreis in dieser Kategorie ausloben.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wintersemesters 2017/2018 sind:

Nico Orth für die Arbeit mit dem Thema:
Simulationsbasierte Effizienzanalyse von netzgekoppelten PV-Batteriesystemen
Gutachter: Prof.Dr.-Ing. Volker Quaschning

Nico Orth untersucht in seiner Bachelorarbeit und im Rahmen der Forschergruppe Solarspeichersysteme an der HTW Berlin die Effizienz von PV-Speichersystemen durch Simulationen. In seine Arbeit konnte er neueste wissenschaftliche Fragestellungen einbeziehen und zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kommen, die vorhandene Simulationsmodelle belegen oder äußerst anschaulich ergänzen. Des Weiteren zeichnet sich die Arbeit durch eine sehr gute Auswahl an Berechnungsbeispielen aus, die mit der Simulationssprache Matlab durchgeführt wurden. Die komplexe Arbeit ist für eine Bachelorarbeit besonders positiv zu begutachten. Das aktuelle Thema von Speichern und die sehr fokussierte Arbeit haben die Jury überzeugt.

Marie-Claire Büssecker für die Arbeit mit dem Thema:
Entwicklung einer App-Komponente für die Analyse und Visualisierung der Zustandsdaten von CityTrees
Gutachter: Prof.Dr.-Ing. Frank Fuchs-Kittowski

Marie-Claire Büssecker entwickelt in ihrer Bachelorarbeit eine App-Komponente um die Zustandsdaten von so genannten CityTrees zu erfassen. CityTrees dienen als Filter um Staub und Abrieb aus der Luft zu filtern und sind dabei effektiver als Naturbäume. Das Thema ist damit angesichts zunehmender Luftverschmutzung in den Städten hoch relevant. Marie-Claire Büssecker leitet in ihrer Arbeit mit Hilfe von Befragung und Beobachtung einen Katalog mit Anforderungen ab, um darauf aufbauend ein funktionsfähiges Software-Produkt zu gestalten. Die besondere Schwierigkeit der Arbeit liegt zum einen in der Komplexität des Produktkontexts und zum anderen in der Einarbeitung in moderne Technologien. Beides gelingt der Autorin, wie die Jury findet, auf überzeugende Art und Weise.

Janna Widera für die Arbeit mit dem Thema:
Gesundheitsbezogene Angaben und Werbung für Lebensmittel
Gutachter: Prof.Dr.jur. LL.M. Michael Kulka

Die Masterarbeit von Janna Widera bearbeitet ein komplexes Thema, welches zunehmend mehr uns VerbraucherInnen und ebenso die ProduzentInnen betrifft. Die gesundheitsbezogene Werbung für Lebensmittel unterliegt strengen und umfangreichen Regelungen mit einem hohen Hang zur Kleinteiligkeit und in der Folge fragwürdigen Urteilen. Gesetzgebung und Rechtsprechung dahin gehend zu überprüfen und den hohen administrativen Aufwand kritisch zu überprüfen ist daher für eine wirtschaftliche Masterarbeit ein sinnstiftendes Thema. In ihrer Schlussbetrachtung kommt sie zu dem interessanten Schluss, dass trotz bester Aufklärung umfangreichster Information, die VerbraucherInnen am Ende eher habituell und unterbewusst entscheiden und der daher extrem hohe Regelungsbedarf kritisch auf seine Effizienz hin zu hinterfragen ist. Die Jury fand die Arbeit hoch aktuell in Zeiten von wachsender Verbraucherautonomie und mutig in ihrer kritischen Schlussfolgerung.

Luisa Sabrowski für die Arbeit mit dem Thema:
Der Ausdruck von Emphatie durch Chatbots
Gutachter: Prof.Dr. Carsten Totz

In ihrer Bachelorarbeit adressiert Luisa Sabrowski die Frage, inwiefern sich technische Systeme wie Chatbots in der Interaktion mit Menschen empathisch verhalten können und welche Grenzen dabei zu überwinden sind. Mithilfe von Erkenntnissen aus der Psychologie, Forschung zu Künstlicher Intelligenz sowie Mensch-Maschine-Interaktionen entwickelt sie einen Kriterienkatalog, der zeigt, dass Chatbots bereits die Illusion empathischen Verhaltens erzeugen können. Beruhigend mag die Erkenntnis erscheinen, dass die Empathie von Chatbots zumindest bisher noch nicht mit dem Empathievermögen eines Menschen vergleichbar ist – doch wer weiß, was da in den nächsten Jahren noch möglich wird? Die Arbeit von Luisa Sabrowski hat die Jury auf jeden Fall aufgrund ihres originellen Themenansatzes und der Detailtiefe überzeugt.

Josefine Holtschke für die Arbeit mit dem Thema:
The Craft & The Makers - Die Situation des afrikanischen Textilhandwerks und seine Interpretation in einem zeitgenössischen Design
Gutachter: Prof. Dipl. Des. (FH) Horst Fetzer

Die Masterarbeit von Josefine Holtschke setzt sich mit unserem Bild von Afrika, unseren westlichen Klischees und dem aktuellen Selbstbild der Modegestalter in Afrika auseinander. Ihre dezidiert differenzierte Betrachtung sehr unterschiedlicher Textilkulturen in verschiedenen afrikanischen Ländern mit ihrer großen Tradition und damit verbundenen Identität für die Kulturen, führen zu einem anderen Bild als das gemeinhin folkloristisch geprägte Bild über Afrika. Ihre Analyse und die daraufhin entworfene Kollektion zeigt selbstbewusste junge Textilnationen und ihren Einfluss auf Europa und die kreative Szene, die weniger postkolonial und weit innovativer ist, als oft wahrgenommen. Eine Arbeit, die in Zeiten von Migration und arrogantem Fremdenhass eine wichtige Erweiterung für unser Afrikabild ist und uns die innovative Kraft dieses riesen Kontinents näherbringt. Die Jury fand dieses Thema aktuell und in seiner diskursiven Art sehr überzeugend.

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich.

21.06.2018

Wirtschaft trifft Wissenschaft

Bereits in guter Tradition (seit 2011) laden die Freunde und Förderer der HTW Berlin gemeinsam mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. und in Kooperation mit dem Unternehmerkreis Schöneweide e.V., dem Regionalmanagement Berlin-Schöneweide - WISTA Management GmbH und dem Wirtschaftskreis Treptow-Köpenick e.V. sowie dem Wirtschaftskreis Hohenschönhausen/Lichtenberg zur Veranstaltung Wirtschaft trifft Wissenschaft ein.

Damit soll an den Erfolg der vorhergehenden Veranstaltungen angeknüpft werden.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Hochschule und ihre Kooperationsangebote besser kennen zu lernen. An der HTW Berlin absolvieren gegenwärtig gut 12.000 Studierende ihr Studium in mehr als 70 verschiedenen Studiengängen.

Aufgrund der Größe und Vielfalt ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte und Kooperationsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Branchen.

Die diesjährige Verantstaltung hatte die Digitalisierung Berliner Unternehmen zum Thema.

Die Digitalisierung stellt gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie man sie in Angriff nehmen kann, zeigt das von der europäischen Union geförderte Projekt "Digital Value" an der HTW Berlin. Erste konkrete Projektergebnisse wurden von Herrn Prof.Dr. Matthias Hartmann und Herrn Prof.Dr. Martin Pohlmann und den Geschäftsführern dreier Berliner Unternehmen (Holger Vogel von IQ wireless GmbH, Volker Grünwold von Aktiv-Kabel GmbH und Daniel Heidrich von EBK Krüger GmbH & Co.KG) vorgestellt.

Mit insgesamt 82 Teilnehmern war diese Verantstaltung ein großer Erfolg.

Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten, die hierzu beigetragen haben.

25.04.2018

HTW Berlin macht einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0

Eine der Aufgaben des Fördervereins ist auch die Förderung von Hochschulveranstaltungen.

So haben die Freunde und Förderer der HTW Berlin jüngst die Eröffnungsveranstaltung eines hochmodernen Laborkomplexes im Peter-Behrens-Haus finanziell unterstützt.

HTW-Präsident Klaus Semlinger testet die Fähigkeit des mobilen Roboters

Ganz fertig waren die Digital Lean and Technology Application Labs bei der offiziellen Eröffnung im April 2018 noch nicht, doch das störte kaum einen. „Dieser moderne Laborkomplex ist ein großartiger Beitrag der HTW Berlin, der dabei helfen wird, die Herausforderungen zu bewältigen, die sich für die Berliner Wirtschaft durch das rasante Tempo der Digitalisierung ergeben“, befand Christian Rickerts, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe. „Die Hochschule stellt sich in Forschung, Lehre, Transfer und Weiterbildung breit auf, um Innovationen voranzubringen“, bekräftigte HTW-Präsident Prof. Dr. Klaus Semlinger.

Die miniaturisierte Produktionsstrecke

Die mit hochmoderner Technologie ausgestatteten Digital Lean and Technology Application Labs befinden sich in der 6. Etage des Peter-Behrens-Hauses auf dem Campus Wilhelminenhof und sind den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen sowie Business Administration und Engineering im Fachbereich Informatik, Kommunikation und Wirtschaft (FB 4) zugeordnet. Der Laborkomplex steht aber auch Wissenschaftler_innen anderer Studiengänge und Fachbereiche offen, die sich mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigen.

Staatssekretär Christian Rickerts bei der Eröffnung

Die Digital Lean and Technology Application Labs bilden zukünftige Arbeitswelten ab. Dies geschieht in einer Mini-Fabrik, einem voll digitalisierten Verwaltungsbereich sowie einem Entwicklungs- und Prozessoptimierungsbereich. Hier kann man virtuell Arbeitsplätze gleichmäßig auslasten und miteinander verknüpfen, den Materialzufluss effizienter gestalten, Produktionsprozesse strukturieren und anschließend mit digitaler Unterstützung weiter optimieren. Wie in vergleichbaren Trainingszentren großer Firmen werden die Studierenden hier erste praktische Erfahrungen in der Bedienung der Hightech-Anlagen sammeln, um die Systeme und Schnittstellen später im Rahmen von Projekten und Abschlussarbeiten durch die Integration neuer Komponenten und Tools weiterzuentwickeln und konstruktive Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Digital Lean and Technology Application Labs bieten außerdem eine ausgezeichnete Testumgebung für angewandte Forschungsvorhaben, in die kleine und mittlere Unternehmen sowie weitere Hochschulen eingebunden werden sollen. Bereits jetzt sind zahlreiche Kooperationsprojekte geplant. Lehre und Forschung profitieren also gleichermaßen.

Deshalb gab es zur Eröffnung auch Blumen für die drei Professor_innen, die sich um den Aufbau und die Ausstattung der neuen Labore verdient gemacht haben: Prof. Dr. Martin Pohlmann, Prof. Dr. Ute Dietrich und Prof. Dr. Benjamin März. Die HTW Berlin macht mit dem Laborkomplex einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0.